„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“

Johannes Bosco

 Wer ist die DJK?
DJK ist die Abkürzung für Deutsche Jugendkraft und steht für den
katholischen Sportverband, der seit 1920 existiert.
Aus dieser Zeit stammt auch der etwas altertümlich klingende Name, der
eigentlich auf ein Bibelzitat zurückgeht: „Die Zier der Alten ist ihr graues
Haar, die der Jugend ihre Kraft.“
1920, in einer Zeit , die geprägt ist von dem „verlorenen“ 1. Weltkrieg und
einer daraus resultierenden Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, haben sich
führende Köpfe der katholischen Jugendarbeit darauf besonnen, dass
Sport jeher das Mittel ist, um Lebensfreude und Motivation bei
Jugendlichen zu wecken. Natürlich wurde schon immer Sport getrieben
bei den katholischen Jugendverbänden, aber eben nicht organisiert und
koordiniert.
Der neu gegründete Verband sollte mithelfen, der „deutschen Jugend
Kraft zu mehren“, damit sie aus diesem Jammertal mit Zuversicht in die
Zukunft gehen könne.
Ausgehend von einem ganzheitlichen Bild des Menschen sind die Ziele
der DJK zum einen, sachgerechten Sport anzubieten, der dem
Menschen (und nicht umgekehrt) dient. Zweitens solle sie Sorge tragen,
dass die Menschen in der DJK Gemeinschaft erfahren und gestalten
können. Und zu guter Letzt, wenn auch nicht von der Wichtigkeit her,
sollen die Menschen sich als Gottes geliebte Kinder erleben, die mit
ihrem Leben Antwort geben dürfen auf diese Gnade. Alle drei Aufgaben
dienen dem Heil, der Gesundheit des Menschen, eben ganzheitlich
gesehen, und keine der Aufgaben darf für ein gesundes Gleichgewicht
vernachlässigt werden.
Dass dieses Konzept gut ist und Zukunft hat, bewies die folgende Zeit:
während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde die DJK verboten
und deren Anhänger verfolgt, der DJK-Reichsführer Adalbert Probst
1934 beim Transport ins KZ ermordet.
Trotz dieser verheerenden Zeit stiegen die ersten DJK - Vereine schon
1945 wieder aus der Asche, um erneut der deutschen Jugend Kraft zu
mehren. Ihr Vorsitzender auf Bundesebene, Prälat Ludwig Wolker treibt
den Wiederaufbau voran und wird zum Mitbegründer des Deutschen
Sportbundes, dem die DJK („das Gewissen des deutschen Sportes“) als
Verband mit besonderen Aufgabenstellungen angeschlossen ist.
1965 initiiert Pater Martin Söll, selbst aktiver Faustballer und Stadtpfarrer
der neu entstandenen Don Bosco Pfarrei die Gründung eines DJK -
Vereines im Herrenbachviertel.
Die 80 Mitglieder finden in den Pfarreiräumen hervorragende
Sportstätten: Kegelbahn, Tischtennisraum, Turnhalle und Sportplatz
waren schon beim Bau des Zentrums vorgesehen worden, und so
verwundert es nicht, dass die Mitgliederstärke sich nahezu verzehnfacht.
Der Auftrag, Jugendlichen Perspektiven aus der Hoffnungs - und
Arbeitslosigkeit durch sachgerechten Sport in offenherziger
Gemeinschaft zu bieten, ist heute aktuell und notwendig wie vor achtzig
Jahren.
Und ganzheitliche Methoden sind der Renner schlechthin, nicht nur in
der Kirche. Das ist unser Verpflichtung und diese Chance wollen wir
nützen.
Uli Krauß,
DJK Diözesanverband